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Schlaganfall: Risikofaktoren, Erkennung, Langzeitfolgen & Therapie

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Was ist ein Schlaganfall?

Schlaganfälle sind weltweit eine der Hauptursachen für Tod und Behinderung, nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation ereignet sich sogar alle zwei Sekunden ein Schlaganfall. Ein Schlaganfall ist ein medizinischer Notfall, der eintritt, wenn die Durchblutung in einem Teil des Gehirns gestört wird, was in weiterer Folge zum Absterben von Gehirnzellen führt. Schlaganfälle können durch eine Vielzahl von Faktoren verursacht werden, z.B. durch Verstopfungen oder Risse in den Blutgefäßen, die das Gehirn versorgen. Sie können schwerwiegende Langzeitfolgen wie Lähmungen, Sprachstörungen und Gedächtnisverlust haben.

Inhaltsverzeichnis

Welche Arten von Schlaganfällen kommen am häufigsten vor und wie werden sie akut behandelt?

Es gibt zwei Hauptarten von Schlaganfällen: ischämische Schlaganfälle, bei denen ein Blutgefäß, das das Gehirn versorgt, verstopft, und hämorrhagische Schlaganfälle, bei denen ein Blutgefäß im Gehirn reißt und blutet. Ischämische Schlaganfälle sind dabei die am häufigsten auftretende Variante, sie machen etwa 87 % aller Schlaganfälle aus. Zur akuten Behandlung eines solchen Schlaganfalls kommen in der Regel die folgenden beiden Therapieformen in Frage:

Lysetherapie

Die Lysetherapie ist eine Behandlung des Schlaganfalls, bei der Medikamente eingesetzt werden, um Blutgerinnsel aufzulösen, die den Blutfluss zum Gehirn blockieren. Diese Art der Therapie wird in der Regel bei ischämischen Schlaganfällen eingesetzt. Ziel der Lysetherapie ist es, die Durchblutung des betroffenen Hirnbereichs so schnell wie möglich wiederherzustellen, um die durch den Schlaganfall verursachten Schäden zu minimieren. Dies kann durch die Verabreichung von Medikamenten erreicht werden, die das Blutgerinnsel auflösen und die Durchblutung des Gehirns wiederherstellen.

Die Lysetherapie wird Schlaganfallpatienten in der Regel so bald wie möglich nach dem Auftreten der Symptome verabreicht und ist am wirksamsten, wenn sie innerhalb der ersten Stunden nach dem Schlaganfall erfolgt. Sie ist jedoch nicht für alle Patienten geeignet und wird im Allgemeinen nur dann eingesetzt, wenn der Nutzen der Therapie die Risiken überwiegt.

Trombektomie

Die Trombektomie ist ein chirurgisches Verfahren zur Behandlung von Schlaganfallpatienten, bei denen ein Blutgerinnsel eine Arterie im Gehirn blockiert (ebenfalls ischämischer Schlaganfall). Ziel der Trombektomie ist es, das Blutgerinnsel zu entfernen und die Durchblutung des betroffenen Hirnbereichs wiederherzustellen, um die durch den Schlaganfall verursachten Schäden zu minimieren. Bei der Trombektomie setzt der Chirurg einen kleinen Schnitt in den Hals oder das Bein des Patienten und verwendet dann einen Spezialkatheter, um das Blutgerinnsel zu lokalisieren und zu entfernen.

Die Trombektomie kann eine wirksame Behandlung für einen Schlaganfall sein, wenn sie rechtzeitig und bei den geeigneten Patienten durchgeführt wird. Es hat sich gezeigt, dass die Trombektomie die Ergebnisse bei einigen Patienten verbessern kann, einschließlich derjenigen, die unter schweren Schlaganfallsymptomen leiden oder auf andere Behandlungen nicht angesprochen haben. Es ist jedoch wichtig zu wissen, dass die Trombektomie nicht für alle Schlaganfallpatienten geeignet ist und dass die Vorteile des Verfahrens sorgfältig gegen die Risiken abgewogen werden müssen.

Was sind potenzielle Risikofaktoren für einen Schlaganfall?

Es gibt mehrere Risikofaktoren für Schlaganfälle, darunter Bluthochdruck, Diabetes, hoher Cholesterinspiegel, Rauchen und Bewegungsmangel. Schlaganfälle treten auch häufiger bei adipösen Menschen sowie bei Menschen auf, in deren Familie Schlaganfälle bereits vorgekommen sind. 

Wie kann ich einem Schlaganfall vorbeugen?

Es ist wichtig, einem Schlaganfall vorzubeugen, indem man die Risikofaktoren durch eine Änderung der Lebensweise und, falls erforderlich, durch Medikamente in den Griff bekommt und kontrolliert. Um Ihr Schlaganfallrisiko zu verringern, ist die Vermeidung von dauerhaft erhöhten Blutdruckwerten sehr wichtig.  Dies kann durch eine gesunde Ernährung, regelmäßige Bewegung und den Verzicht auf Tabak und übermäßigen Alkoholkonsum erreicht werden. Auch Herzrhythmusstörungen, allen voran das Vorhofflimmern, sind eine der häufigsten Ursachen für Schlaganfälle und sollten immer ärztlich abgeklärt und behandelt werden.

Wenn Sie an Diabetes leiden, ist es unerlässlich, Ihren Blutzuckerspiegel optimal einzustellen. Die Aufrechterhaltung eines gesunden Cholesterinspiegels kann ebenfalls dazu beitragen, Ihr Schlaganfallrisiko zu senken. Dies kann durch eine Ernährung erreicht werden, die wenig gesättigte Fettsäuren und Transfettsäuren sowie viel Obst, Gemüse und Vollkornprodukte enthält. Zusätzlich zu diesen Maßnahmen ist es ebenfalls wichtig, dass Sie sich regelmäßig bewegen und ein gesundes Gewicht halten. Wenn Sie Raucher sind, kann ein Rauchstopp ebenfalls dazu beitragen, Ihr Schlaganfallrisiko zu senken. Wenn Sie diese Maßnahmen ergreifen, können Sie Ihr Schlaganfallrisiko senken und Ihre allgemeine Gesundheit verbessern.

Wie kann ich einen Schlaganfall bei einem Mitmenschen erkennen?

Wenn Sie glauben, dass Sie oder jemand, den Sie kennen, einen Schlaganfall hat, ist es wichtig, schnell zu handeln. Je früher ein Schlaganfall behandelt wird, desto besser sind die Chancen keine bleibenden Schäden davonzutragen. Zu den häufigsten Anzeichen eines Schlaganfalls gehören:

  • Plötzliche Taubheit oder Schwäche im Gesicht, in den Armen oder Beinen, vor allem auf einer Seite des Körpers
  • Plötzliche Verwirrung oder Schwierigkeiten beim Sprechen oder Verstehen anderer
  • Plötzliche Schwierigkeiten beim Sehen auf einem oder beiden Augen
  • Plötzliche Schwierigkeiten beim Gehen, Schwindel oder Verlust des Gleichgewichts oder der Koordination
  • Plötzliche starke Kopfschmerzen ohne bekannte Ursache

Wenn Sie den Verdacht haben, dass jemand einen Schlaganfall hat, rufen Sie sofort den Notdienst und versuchen Sie, die Person ruhig zu halten, bis Hilfe eintrifft.

Was sind mögliche Langzeitfolgen eines Schlaganfalls?

Ein Schlaganfall kann schwerwiegende und dauerhafte Auswirkungen auf das körperliche, kognitive und emotionale Wohlbefinden einer Person haben. Zu den häufigen Langzeitfolgen eines Schlaganfalls gehören körperliche Beeinträchtigungen wie Lähmungen oder Schwäche auf einer Körperseite, Gleichgewichts- und Koordinationsstörungen sowie Schwierigkeiten bei den Aktivitäten des täglichen Lebens. Auch kognitive Beeinträchtigungen wie Gedächtnis-, Problemlösungs- und Entscheidungsschwierigkeiten sowie Veränderungen der Persönlichkeit und des Verhaltens können nach einem Schlaganfall auftreten. Emotionale Folgen wie Depressionen, Angstzustände und Gefühle von Frustration und Hilflosigkeit können bei Schlaganfallüberlebenden ebenfalls auftreten. Darüber hinaus kann ein Schlaganfall auch soziale Folgen haben, z.B. Schwierigkeiten bei der Kommunikation, bei Arbeits- und Freizeitaktivitäten und bei der Pflege von Beziehungen. Die spezifischen Langzeitfolgen eines Schlaganfalls können je nach Schweregrad des Schlaganfalls und den individuellen Lebensumständen sehr unterschiedlich sein. Mit der richtigen Therapie und Pflege ist es jedoch möglich, dass sich das körperliche, kognitive und emotionale Wohlbefinden nach einem Schlaganfall deutlich verbessert.

Wie sieht die Therapie nach einem Schlaganfall aus?

Welche Art von Therapie nach einem Schlaganfall empfohlen wird, hängt von der Schwere des Schlaganfalls und den spezifischen Bedürfnissen des Betroffenen ab. Zu den gängigen Therapien gehören die Physiotherapie, die zur Verbesserung der Beweglichkeit und Kraft beiträgt, die Beschäftigungstherapie, die den Betroffenen hilft, die für das tägliche Leben notwendigen Fähigkeiten wiederzuerlangen, die Sprachtherapie, die die Sprech- und Sprachfähigkeiten fördert, und die kognitive Therapie, die das Gedächtnis, die Problemlösung und andere kognitive Fähigkeiten unterstützt. Diese Therapien können einzeln oder in Kombination eingesetzt werden, je nach den spezifischen Bedürfnissen des Patienten. Letztendlich besteht das Ziel der Therapie nach einem Schlaganfall darin, den Betroffenen zu helfen, so viele Funktionen wie möglich wiederzuerlangen und ihre Lebensqualität zu verbessern.

Zusätzlich zu den genannten Therapien können Medikamente verschrieben werden, um zukünftigen Schlaganfällen vorzubeugen und bestehende Erkrankungen zu behandeln.

Wie MedKitDoc Ihnen bei der Prävention und Therapie von einem Schlaganfall helfen kann

Mit MedKitDoc können Sie Ihren Gesundheitszustand bequem von Zuhause aus ärztlich beobachten lassen und sich optimal medizinisch betreuen lassen:
Sie erfüllen einen oder mehrere Risikofaktoren eines Schlaganfalls und möchten diesbezüglich unverbindlich einen Arzt konsultieren? Sie haben einen Schlaganfall erlitten und möchten die Therapie bequem von Zuhause aus ärztlich beobachten und unterstützen lassen? Oder möchten Sie proaktiv einen gesünderen Lebensstil einschlagen und Maßnahmen zur Senkung Ihres Schlaganfall-Risikos unternehmen?

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